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Ratgeber & Tipps

Android Dateien auf Fritzbox NAS


Haben Sie eine Fritzbox zu Hause? Dann besitzen Sie bereits einen eigenen Cloud-Speicher, ohne es vielleicht zu wissen. Die NAS-Funktion (Network Attached Storage) Ihres Routers erlaubt es Ihnen, Festplatten oder USB-Sticks zentral im Netzwerk bereitzustellen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Fotos, Videos und Dokumente von Ihrem Android-Smartphone direkt auf dem NAS Ihrer Fritzbox speichern. So sichern Sie Ihre Daten lokal, behalten die volle Kontrolle und sparen monatliche Gebühren für Cloud-Anbieter wie Google oder Dropbox.

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Voraussetzungen für das Fritzbox NAS


Bevor wir mit dem Smartphone loslegen, müssen ein paar Grundlagen an der Fritzbox geklärt sein:


1. Speichermedium: Ein USB-Stick oder eine externe Festplatte muss am USB-Anschluss der Fritzbox stecken. (Theoretisch hat die Fritzbox auch einen kleinen internen Speicher, dieser ist für Backups aber zu klein).

2. NAS aktiviert: Loggen Sie sich unter `fritz.box` im Browser ein. Gehen Sie zu Heimnetz -> Speicher (NAS) und stellen Sie sicher, dass die Speicherfunktion aktiviert ist.

3. Benutzer mit Rechten: Unter System -> Fritz!Box-Benutzer muss ein Benutzer angelegt sein, der das Recht "Zugang zu NAS-Inhalten" besitzt. Notieren Sie sich Benutzername und Passwort.


Methode 1: Die offizielle Lösung – Die MyFRITZ!App


AVM bietet mit der MyFRITZ!App eine sehr einfache Möglichkeit, von unterwegs oder zu Hause auf die Daten zuzugreifen.


1. App installieren: Laden Sie die "MyFRITZ!App" aus dem Google Play Store herunter.

2. Einrichten: Folgen Sie dem Assistenten, um die App mit Ihrer Fritzbox zu koppeln.

3. Dateien hochladen:

  • Öffnen Sie die App und tippen Sie unten auf den Menüpunkt "NAS".
  • Wählen Sie den Ordner aus, in dem Sie etwas speichern möchten.
  • Tippen Sie auf das Plus-Symbol (+) oder die drei Punkte oben rechts.
  • Wählen Sie "Datei hochladen" und suchen Sie die gewünschten Dateien auf Ihrem Handy aus.

Vorteil: Funktioniert auch über das Mobilfunknetz von überall auf der Welt.


Sicherheitshinweis: Wenn Sie von außerhalb auf Ihr Heimnetz zugreifen, empfehlen wir dringend die Nutzung einer VPN-Verbindung statt Port-Freigaben.

Nachteil: Die App ist eher für den schnellen Zugriff gedacht und weniger für das Verschieben riesiger Datenmengen.


Methode 2: Für Fortgeschrittene – Einbindung als Netzlaufwerk (SMB)


Dies ist die "sauberste" Lösung. Ihr Smartphone behandelt den Fritzbox-Speicher dann wie einen ganz normalen Ordner auf dem Handy. Hierfür benötigen Sie einen guten Dateimanager aus dem Play Store, da der Standard-Dateimanager vieler Hersteller (wie Samsung oder Google) oft eingeschränkt ist. Wir empfehlen den "Solid Explorer" oder den kostenlosen "Total Commander".


Beispiel mit Solid Explorer:

1. Öffnen Sie Solid Explorer und tippen Sie auf das Plus-Symbol -> "Neue Verbindung".

2. Wählen Sie "LAN / SMB".

3. Die App sucht nun nach Geräten. Ihre Fritzbox sollte erscheinen (oft als `fritz-nas` oder `fritz.box`).

4. Wählen Sie "Benutzerdefiniert" und geben Sie den Benutzernamen und das Passwort Ihres Fritzbox-Users ein.

5. Fertig! Nun können Sie per Drag & Drop Dateien von Ihrem Handy-Speicher auf den NAS-Speicher schieben.


Tipp: Viele moderne Dateimanager unterstützen auch das Streaming von Videos direkt vom NAS – perfekt für die eigene Filmbibliothek.

Vorteil: Extrem schnell im WLAN und perfekt integriert.

Nachteil: Die Einrichtung dauert zwei Minuten länger.


Methode 3: Automatisches Backup von Fotos


Möchten Sie, dass jedes Foto, das Sie schießen, automatisch auf der Fritzbox landet? Das ist der heilige Gral der Datensicherung.


Hierfür empfiehlt sich die App "FolderSync".

1. Erstellen Sie in FolderSync ein neues Konto für SMB (Ihre Fritzbox).

2. Erstellen Sie ein "Ordnerpaar".

3. Wählen Sie als Quellordner Ihren Kamera-Ordner auf dem Handy (`DCIM/Camera`).

4. Wählen Sie als Zielordner einen Ordner auf dem Fritzbox NAS.

5. Stellen Sie den Sync-Typ auf "Zwei-Wege" oder "Nur hochladen".

6. Aktivieren Sie die Zeitplanung (z.B. jeden Abend um 20 Uhr, wenn Sie im WLAN sind).


Sicherheitstipps für Ihr privates NAS


  • FTP vermeiden: Nutzen Sie im Heimnetz lieber SMB. Falls Sie von außen zugreifen, nutzen Sie die MyFRITZ!App oder ein VPN.
  • Starke Passwörter: Ihr NAS ist zwar hinter Ihrem Router sicher, aber ein schwaches Passwort für den Fritzbox-User ist dennoch ein Risiko.
  • Regelmäßige Prüfung: Schauen Sie ab und zu nach, ob die externe Festplatte noch korrekt erkannt wird. USB-Sticks können bei häufigen Schreibvorgängen nach einigen Jahren den Geist aufgeben.

Fazit


Das Speichern von Dateien auf dem NAS Ihrer Fritzbox ist eine der sinnvollsten Nutzungen, die Sie für Ihren Router finden können. Es befreit Sie von der Abhängigkeit großer Konzerne und schützt Ihre Privatsphäre. Ob über die intuitive MyFRITZ!App oder die professionelle Einbindung als Netzlaufwerk – Ihr Android-Smartphone und Ihre Fritzbox sind ein echtes Power-Team.


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